Sicherheitstraining

Gefahren rechtzeitig erkennen und vermeiden ist das oberste Lernziel eines Sicherheitstrainings. Nur so kann die eigene Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmer erhöht werden. Unter diesem Motto bieten die Trainer des avp in ganz Deutschland Sicherheitstrainings für Motorradfahrer/innen, PKW-Fahrer/innen und auch LKW-Fahrer/innen an.

Motorrad-Sicherheitstraining

Locker schwingt das Motorrad durch die Kurven, die Wiese riecht nach frischgemähtem Heu. Rasch nähert sich das Motorrad dem vorausfahrenden Pkw, der sein Tempo verlangsamt hat. Ein Blick in den Spiegel, Blinker raus und vorbei! Aber was ist das? Der Pkw-Fahrer schlägt die Lenkung scharf ein und setzt zum Wenden an. Jetzt versperrt der Pkw die gesamte Fahrbahn.

  • Wie reagiert man in solchen Situationen richtig?
  • Welchen Spielraum hat man eigentlich noch?
  • Wie kommt es überhaupt zu solchen Situationen, und wie kann man sie vermeiden?

Antworten auf diese Fragen gibt das Motorrad-Sicherheitstraining.

Viele Motorradfahrerinnen und -fahrer wissen nicht, wie man den kürzesten Bremsweg erreicht und dabei die Fahrstabilität aufrechterhält. Sie wissen nicht, welche Möglichkeiten sie haben, auf ein plötzliches Hindernis zu reagieren. Beim Motorrad-Sicherheitstraining können die Teilnehmer Verhaltensweisen für diese und andere Situationen erproben. Sie lernen, Fehler im Umgang mit dem Fahrzeug zu vermeiden. Allerdings sind die Spielräume bei der Bewältigung von Gefahrensituationen gering. Grenzen setzen einerseits Fahrzeugtechnik und Fahrphysik, andererseits Können und Verfassung des Fahrers. Besser ist es in jedem Fall, erst gar nicht in solche Situationen zu geraten. Deshalb lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Motorrad-Sicherheitstrainings, Risiken des Straßenverkehrs richtig einzuschätzen, um Gefahren besser erkennen und vermeiden zu können.

Bei den praktischen Übungen erfahren die Teilnehmer, dass der Spielraum bei der Bewältigung von Gefahren gering ist. Dies trägt zu einer realistischen Einschätzung der Gefahren im Straßenverkehr bei.

Inhalte und Methoden

Das Motorrad-Sicherheitstraining beinhaltet praktische Übungen und moderierte Gespräche. Unter Anleitung eines erfahrenen Trainers beschäftigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Fahrsituationen, die im Realverkehr auftreten können. Sie überdenken ihre bisherigen Verhaltensweisen und erhalten Tipps und Hinweise, die sie praktisch erproben können. Das Handling im Langsamfahrbereich, Brems- und Ausweichmanöver auf verschiedenen Untergründen sowie die Fahrtechnik in der Kurve bilden einen wichtigen Bestandteil des Tagesablaufs.

Moderierte Gespräche

In den Gesprächen sorgt der Trainer dafür, dass die Kenntnisse und Erfahrungen der Teilnehmer einbezogen werden. So kommen unterschiedliche Sichtweisen und Perspektiven zur Sprache. Die eigenen Voraussetzungen als Fahrer werden in Beziehung gesetzt zu den äußeren Bedingungen (Witterung, Fahrbahn) und dem Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer.

Mit Spaß dazulernen Neben Theorie und Praxis kommt beim Training auch der Spaß nicht zu kurz, und es wird jede Menge „Benzin geredet“.

Motorrad-Sicherheitstraining heißt: sich auszutauschen mit Gleichgesinnten, mehr über sich und die Maschine zu erfahren und etwas für die Sicherheit zu tun.

PKW-Sicherheitstraining

Besser gewappnet in schwierigen Situationen– als Autofahrer gut durch kommen mit einem Fahrsicherheitstraining.
Dauerregen auf den Straßen, eventuell Glatteis in den Morgenstunden, Nebel, schlechte Sicht in der Dämmerung, Wildwechsel: Es gibt viele Gründe für Unbehagen auf den Straßen zu jeder Jahreszeit. Ein Fahrsicherheitstraining kann Autofahrer besser auf schlechte Bedingungen vorbereiten.

Bevor es auf den Trainingsparcours geht, zeigen die zertifizierten Trainer die optimale Position hinter dem Lenkrad. Worauf Fahrsicherheitstrainer immer wieder hinweisen ist die Grundlage für sicheres Fahren. Zu allererst die richtige Sitzposition im Auto.

Dabei kommt es auf folgendes an:

  • Gerade sitzen, nicht in den Sitz “hineinlümmeln”.
  • Das Ende der Kopfstütze schließt mit dem Kopfende parallel ab.
  • Arme und Beine sind angewinkelt und dürfen sich nicht ganz durchstrecken lassen.
  • Das Lenkrad wird in der “Viertel nach neun”-Stellung gefasst, der Daumen bleibt außen am Lenkrad.
  • Kraftvoll aufs Bremspedal steigen.

Dadurch hat man die bestmögliche Kontrolle über das Fahrzeug und die optimale Hebelwirkung beim nächsten wichtigen Punkt: Der Vollbremsung. Hier ist der Name Programm, denn in Gefahrensituationen sollten Bremsmanöver schnell und mit viel Kraft bis zum Stillstand durchgeführt werden. Viele Autofahrer haben Scheu vor solch einer Maßnahme und bremsen immer noch zu zaghaft, wie Experten wissen. Wenn das Fahrzeug ausbricht: Abfangen. Ein typisches Szenario nicht nur auf winterlichen Straßen ist das Ausbrechen des Hecks. Auch solche Situationen stehen in zertifizierten Trainings auf dem Lehrplan.

Trainingsinhalte:

  • Richtige Sitzposition im Fahrzeug finden
  • Handlingparcour Fahrdynamik und Blicktechnik
  • Notbremsungen auf verschiedenen Untergründen
  • Bremsen und Ausweichen
  • Manöver im Gefälle (nur in großen Zentren)
  • Kreis/Kurvenfahren auf verschiedenen Untergründen mit Notmanövern
  • Abfangen eines schleudernden Fahrzeuges

Die Kosten für das Tagestraining sind variabel in Abhängigkeit der Location, zzgl. Verpflegung und werden von den Berufsgenossenschaften bezuschusst.

Wir bieten Ihnen verschiedene Varianten des Sicherheitstrainings. Genaue Informationen über Art und Dauer entnehmen Sie bitte der jeweiligen Regionalgruppe.

Kleintransportertraining

Kleintransporter weisen im Gegensatz zu normalen Autos einige Besonderheiten auf, die sich auf die Fahrsicherheit sehr negativ auswirken können. Besonders die Beladung von Kleintransportern hat einen großen Einfluss auf das Fahrverhalten. Daher widmen wir dem Thema Ladungssicherung bei diesem Training besondere Aufmerksamkeit. Die Teilnehmer beschäftigen sich weiterhin mit den Fahrsituationen, die bei ihren täglichen Fahrten auftreten können. Bei den Fahrübungen stehen Brems- und Lenkmanöver auf verschiedenen Untergründen auf dem Programm, aber auch die richtige Sitzhaltung sowie Rangierübungen gehören dazu. In Kurvensektionen werden Lenk- und Blicktechniken optimiert. Zudem besteht Gelegenheit zur bewussteren Wahrnehmung der Fahrzeuggrenzen, die insbesondere durch die Fliehkraft beeinflusst werden. Wichtige aktive Fahrhilfen wie ABS, ASR, ESP und ROM können erfahren und erprobt werden.

Trainingsinhalte:

  • Optimale Sitzposition
  • Richtiges Lenken
  • Bremsen auf unterschiedlichen Untergründen
  • Bremsen und Ausweichen, glatte und griffige Untergründe
  • Kurven fahren auf verschiedenen Untergründen
  • Sicheres Rangieren und Wenden
  • Ladungssicherung

Die Kosten für das Tagestraining sind variabel in Abhängigkeit der Location, zzgl. Verpflegung und werden von den Berufsgenossenschaften bezuschusst.

Die Trainingsdauer beträgt acht Stunden.

LKW-Sicherheitstraining

Sensibilisierung für Gefahren und das Trainieren von Fahrmanövern

Berufskraftfahrer werden nahezu täglich mit den verschiedensten Gefahrensituationen im Straßenverkehr konfrontiert. Dieses Training widmet sich den Risiken und den notwendigen Reaktionen, damit Sie im Straßenverkehr den Überblick nicht verlieren und richtig handeln können.

Zielgruppe
Alle Fahrer/innen, sowohl Profis als auch Anfänger, die sich und das Fahrzeug in verschiedenen Situationen besser kennen und einschätzen lernen wollen.

Voraussetzungen

  • gültiger Führerschein
  • Firmenfahrzeug

Trainingsinhalte

  • theoretische Einführung in das LKW-Training
  • Grundlagen der Fahrphysik
  • Sensibilisierung für Gefahrensituationen
  • Sitzposition, Blickführung, Lenktechnik
  • Bremsen und Ausweichen vor plötzlich auftauchenden Hindernissen
  • Erfahren von Grenzbereichen in Kurven/Kreis
  • Rangierübungen und Hinweise zur Landungssicherung
  • kurze Abschlussbesprechung

Trainingsziele

  • das richtige Verhalten in simulierten Extremsituationen erlernen
  • sicheres Kurvenfahren, Ausweichen und Slalomfahren lernen
  • Reduzierung der Verschleißkosten
  • das Hauptziel ist das Herantasten an die individuellen Grenzen

BUS-Sicherheitstraining

Damit Sie auch weiter Ihre Fahrgäste sicher transportieren

Die täglichen Herausforderungen an die Fahrerinnen und Fahrer von Bussen sind komplex, erfordern besondere Umsicht und Training. Neben Fahrtechnik und Nutzung der fahrtechnischen Unterstützung durch elektronische Hilfen, ist soziale Kompetenz beim Umgang mit den Fahrgästen besonders wichtig.

Für das fahrtechnische Handling werden die richtigen Verhaltensweisen in Notsituationen geübt und die Sensibilität für das frühzeitige Erkennen von Gefahren geschult.

Zielgruppe

Alle Fahrer/innen, sowohl Profis als auch Anfänger, die sich und das Fahrzeug in verschiedenen Situationen besser kennen und einschätzen lernen wollen.

Voraussetzungen

  • gültiger Führerschein
  • Firmenfahrzeug

Trainingsinhalte

  • theoretische Einführung in das Bus-Training
  • Bremsen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten und auf unterschiedlichen Fahrbahnbelägen unter Berücksichtigung des Fahrgast Wohlbefindens
  • Kennenlernen von Grenzbereichen in der Kurve und im Kreis
  • Park- und Rangierübungen, Haltestellen Zu- und Abfahrt
  • Fahrer-Sitzposition und Blicktechnik entsprechend den Sicherheitsgrundsätzen
  • Bremsen/Ausweichen vor plötzlich auftauchenden Hindernissen
  • Bremsübungen in der Kreisbahn
  • kurze Abschlussbesprechung

Trainingsziele

  • das richtige Verhalten in simulierten Extremsituationen erlernen und trainieren
  • sicheres Kurvenfahren, Ausweichen und Slalomfahren lernen
  • Reduzierung der Verschleißkosten
  • das ABS zur Gefahrenbewältigung nutzen