Sicherheitstraining für Fahrradfahrer

Warum ein solches Training?
Das Fahrrad und das Pedelec (umgangssprachlich E-Bike genannt) erfreuen sich immer größerer Beliebtheit als Verkehrsmittel und Freizeitfahrzeug. Radfahren ist gesund, kostensparend und umweltfreundlich. Daher nutzen zunehmend Beschäftigte das Rad für den täglichen Weg zur Arbeit. Viele Arbeitgeber fördern dies durch Diensträder, Leasing-Programme und andere attraktive Angebote.
Radfahrer sind jedoch im Falle eines Sturzes/Unfalls naturgemäß stärker gefährdet und es gibt eine bedeutende Anzahl an Wegeunfällen. Während bei anderen Verkehrsteilnehmergruppen die Anzahl der im Straßenverkehr getöteten Personen rückläufig ist, zeigt sich bei Fahrrad- und Pedelec-Fahrern ein gegenläufiger Trend.
Durch die Sensibilisierung für radfahrtypische Gefahrensituationen, durch die Vermittlung wichtiger (und häufig falsch interpretierter) Fahrrad-Verkehrsregeln und eine Verbesserung der fahrerischen Kompetenz soll mehr Partnerschaft im Straßenverkehr und mehr Sicherheit erreicht werden.

Das AVP-Fahrradsicherheitstraining wird durch die Berufsgenossenschaft Holz und Metall BGHM gefördert.

An wen wendet sich das Training?
Das Training ist konzipiert für erwachsene Fahrrad- und Pedelec-Fahrer.
Die Zahl der Teilnehmer ist auf 12 begrenzt.

Was sind die Inhalte und die Zeitdauer des Trainings?
Das Training dauert 4 Stunden.
Im theoretischen Teil geht es um Radfahrregeln, um die Grundbedingungen sicheren Radfahrens, um spezielle Gefährdungen im Straßenverkehr und deren Vermeidung sowie die Förderung einer defensiven und partnerschaftlichen Fahrweise. Da ein Fahrradhelm das Risiko schwerer Kopfverletzungen maßgeblich reduzieren kann, wird auf das Thema Helm ausführlich eingegangen und eine professionelle Helmanpassung durchgeführt.
Im praktischen Teil des Trainings wird die korrekte ergonomische Anpassung des Fahrrads und der Bedienelemente demonstriert und ggf. eingestellt. Weiterhin gibt es Hinweise zu den durch die StVZO geforderten Ausstattungsmerkmalen eines Fahrrades und zu deren Sicherheitsrelevanz. Die Fahrpraxis besteht sodann aus einem Geschicklichkeitsparcours mit verschiedenen Stationen, an denen die individuelle Fahrkompetenz verbessert werden kann. Da die meisten Radfahrer in Gefahrensituationen nur unzureichend bremsen können und hierzu erhebliche Missverständnisse über fahrphysikalische Zusammenhänge bestehen, sollen die Teilnehmer unter fachlicher Anleitung und unter gefahrlosen Bedingungen lernen, eine Gefahrenbremsung durchzuführen.

Welche Vorbereitungen kommen auf die Firma zu?
Der veranstaltende Betrieb holt rechtzeitig zuvor die Kostenzusage bei der BGHM ein und stellt einen Unterrichtsraum mit Beamer sowie einen in der Nähe befindlichen ebenen, asphaltierten oder gepflasterten Parkplatzbereich von ca. 15x35m zur Verfügung.
Die Teilnehmer sollen darüber informiert werden, dass während der Fahrübungen ein Fahrradhelm zu tragen ist.

Welche Kosten entstehen?
Die Kosten für die Veranstaltung werden von der BGHM übernommen.